Splice

4/5

Ein weiterer Film, den ich in einer Sneak Preview sehen durfte. Was vorab über diesen Film berichtet wurde, machte mich Glauben, das sich ein Blick nicht lohnen würde. Zum Glück wurde ich eines Besseren belehrt. Die düster-melancholische Stimmung des Films, gepaart mit den Abgründen der Gen-Forschung, bietet eine hervorragende Grundlage für diesen Thriller. Das Bild ist stets düster-kalt gehalten, die Sounduntermalung eher zurückhaltend. Die visuellen Effekte sind dem Produktionszeitpunkt angemessen auf der Höhe der Zeit.

Die Story des Regisseurs von Klassikern wie „Cube“ und „Cypher“ befasst sich mit den Abgründen der Gen-Experimente großer Pharma-Konzerne und dem Ehrgeiz einzelner Wissenschaftler. In einem Experiment werden künstliche Mischwesen geschaffen, die Pharma-Rohstoffe für neuartige Medikamente produzieren sollen. Parallel dazu entwickeln zwei Wissenschaftler (Clive und Elsa) das Experiment verbotenerweise an menschlicher DNA weiter. Voran getrieben wird dies von Elsa, während Clive sich nur zögerlich auf dieses seiner medizinischen Ethik widersprechende Experiment ein lässt.

Das Ergebnis ist ein Mischwesen, das den Wissenschaftlern immer mehr entgleitet. Als es dann bei der Präsentation der offiziellen Mischwesen zu einem Vorfall kommt, müssen Clive und Elsa ihr Experiment aus dem Labor evakuieren. Ungefähr an dieser Stelle verkehren sich die Positionen der beiden Forscher, als sich Clive immer mehr mit ihrer Forschung identifizieren kann, während Elsa mehr und mehr Bedenken kommen. Sicherlich mit hinein spielt, dass das Forschungsobjekt längst ein -subjekt geworden ist, noch dazu ein weibliches. Dies schürt in ihr weiteres Misstrauen und Eifersucht. In ländlicher Umgebung kommt es zu einem tödlichen Showdown, an dessen Ende nur ein Gewinner steht.

Dieser Film ist ein herrlicher Abgesang auf die Gewinnsucht der Großkonzerne sowie die Skrupellosigkeit von Wissenschaftlern, wenn es um bahnbrechende Entdeckungen geht.

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Leider nicht ganz mein Thema, auch das Potential zum erneuten Angucken ist eher begrenzt. bleibt beim Händler.