Gentlemen Broncos

4/5

Kommen wir zu einem meiner Lieblingsfilme 2010. „Gentlemen Broncos“ von Jared Hess ist eine Coming-of-Age-Komödie reinsten Wassers. Bild und Ton ordnen sich hier der Story unter, was dem Film jedoch nicht schadet. Der Soundtrack ist passend zu den Szenen gut gewählt, bietet allerdings keine großen Überraschungen.

Die Geschichte entwickelt sich parallel in mehreren Strängen. Hauptstory ist der Werdegang des Protagonisten, Benjamin Purvis, vom Schreiber zum Autor. Das von ihm verfasste Werk wird in mehreren Varianten parallel zu Handlung eingeflochten, wann immer eine Figur der Haupthandlung aus dem Manuskript liest. In diesem Werk versucht Benjamin den Tod seines Vaters zu verarbeiten. Das dieses, je nach Fassung, eher schlecht als recht zu gelingen scheint, gibt der Story ihre tragischen Seiten. So wird an seiner Geschichte von verschiedenen Seiten herumgedoktort, mal mit und mal ohne sein Zutun oder seine Erlaubnis.

Auch eine Abfolge persönlicher Probleme steuert dazu bei, den Film zu einer Tragikomödie werden zu lassen. Dennoch schafft es der Protagonist, sich gegen alle Widerstände zu einem Happy End durchzusetzen und den beruflichen Erfolg sowie das Mädchen zu bekommen.

Die detailverliebte Umsetzung, die skurrilen Charaktere  und der teils bittere Humor lassen diesen Film in der Gesamtheit über die Summe seiner Teile hinauswachsen.

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Ein liebevoll gemachter Film mit einem nerdigen Antihelden. Die DVD kommt ins Regal.